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Haftpflichtversicherung

Haftpflichtversicherungen im Test

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen helfen die beste Haftpflichtversicherung für Sie und Ihre Kinder  zu finden.

Die Haftpflichtversicherung zahlt, wenn man einer anderen Person einen Schaden zufügt. Dies passiert viel leichter und häufiger als man denkt. Die Schäden können dabei leicht in die tausende und Millionen Euro gehen, und einen in der Existenz bedrohen. Gute Haftpflichtversicherungen gibt es oft schon für weniger als 50 Euro im Jahr. Für wenig Geld kann man sich daher vor den Folgen großer Schäden schützen!

Haftpflichtversicherung im Test

Ein Test für Tarifmodelle von privaten Haftpflichtversicherungen kann sehr komplex sein, weil jeder Interessent andere Ansprüche und Anforderungen an eine solche Police hat. Es gibt spezielle Tarife für Singles und auch Familien mit Eigenheim und Kindern. Für Singles sind schon zu einem äußerst günstigen Preis private Haftpflichtversicherungen erhältlich. Dies geht bereits ab einem Beitrag von 4 Euro monatlich los.
In Tests werden Tarife oft nicht genannt, die nur online verfügbar sind. Hier lohnt sich ein Vergleich auf jeden Fall, da bei Abschluss im Internet die Vertriebsstruktur sehr schlank gehalten und nicht so kostenaufwändig ist, wie etwa durch einen Berater.


Heute gibt es sehr viele gute Haftpflichtversicherungen.

Dies sieht man z.B. schon daran, dass Stiftung Warentest (Finanztest) im letzten Test für Haftpflichtversicherungen  73mal das Qualitätsurteil sehr gut vergeben konnte. Alle Tarife, die den Mindestschutz der Stiftung Warentest erfüllen (mehr dazu weiter unten auf dieser Seite) sind daher aus unserer Sicht empfehlenswert. Nahezu alle bekannten Versicherer bieten einen empfehlenswerten Tarif an.Die Testsieger in der Haftpflichtversicherung

Brauche ich wirklich eine Haftpflichtversicherung?

Wer anderen einen Schaden zufügt, ist nach deutschen Gesetzen unbegrenzt zu Schadenersatz verpflichtet. Das heißt, im schlimmsten Fall müssen Schadenverursacher mit all ihrem Hab und Gut ein Leben lang zahlen. Ohne Versicherungsschutz bedeutet das bei Großschäden oft, dass man keine andere Wahl als den Gang in die Privatinsolvenz hat.

Aus genau diesem Grund ist eine private Haftpflichtversicherung so wichtig. Sie übernimmt – bis zur vereinbarten Deckungssumme – die Kosten für verursachte Schäden. Das Tolle: Die Haftpflichtversicherung zahlt sogar bei grob fahrlässig begangenen Schäden.

Beispiele, in denen eine Haftpflichtversicherung für Schadenersatz leistet gibt es viele:

  • Beim Fußballspielen wird eine Fensterscheibe zerschlagen
  • Man stößt aus Versehen eine Person, und das Handy der Person fällt auf den Boden und zerspringt
  • Man wirft eine Zigarettenkippe weg, die auf eine brennbare Unterlage fällt, und verursacht einen Großbrand
  • Beim Fahrradfahren erwischt man einen Passanten, der dadurch schwer verletzt wird. Er kann lange Zeit nicht mehr arbeiten, und ist dauerhaft behindert

Welche Versicherungssumme sollte ich wählen?

Generell sollte man bei der Versicherungssumme nicht knauserig sein.  Denn Versicherungen sollen ja in erster Linie vor existenzbedrohenden Schäden schützen. Und existenzbedrohend sind v.a. die großen, sehr teuren Schäden. Wir empfehlen daher eine Versicherungssumme von mindestens 3 Mio. €. Hierbei gilt: Je mehr, desto besser.

Selbstbeteiligung – große Schäden und kleine Schäden

Jeder könnte sich in seinem Bekanntenkreis sicherlich an einen Fall erinnern, bei dem jemand anderem mal ein kleinerer Schaden zugefügt wurde. Aber nur bei den wenigsten wird ein auch schon einmal ein großer Schaden vorgefallen sein. Das bestätigt auch die Statistik: 83% der Sachschäden liegen unter 500€ (Quelle: Stiftung Warentest). Deshalb sind Haftpflichtversicherungen auch deutlich günstiger, wenn man eine Selbstbeteiligung akzeptiert. Wählt man z.B. einen Vertrag mit einer Selbstbeteiligung von 150€ kann die Prämie für die Haftpflichtversicherung leicht um 30% sinken.

Ob man nun eine Selbstbeteiligung wählt oder nicht, sollte man von der persönlichen Einkommenssituation abhängig machen. Prinzipiell sollte man Versicherungen für alle Schäden abschließen, die den persönlichen Lebensstandard in Gefahr bringen. Wenn man die kosten kleiner Schäden daher selbst tragen kann, dann sollte man eine Selbstbeteiligung wählen. Man spart dann durch günstigere Prämien.

Für alle, die jedoch schon durch kleine Schäden in finanzielle Probleme kommen könnten, kann es ratsam sein auf die Selbstbeteiligung zu verzichten.

Worauf muss ich achten? Der Grundschutz der Stiftung Warentest (Finanztest)

Wie bei jeder Versicherung gibt es auch bei der Privathaftpflichtversicherung eine Vielzahl an Klauseln und Optionen. Um einen besseren Überblick zu verschaffen, hat die Stiftung Warentest einen Grundschutz definiert, den jede Haftpflichtversicherung haben sollte:

Versicherungssumme: Die empfohlene Versicherungssumme beträgt mindestens 3 Mio. € pauschal für Personen- und Sachschäden.

Allmählichkeitsschäden: Wenn diese Klausel nicht mit eingeschlossen ist, zahlen Versicherer nur für plötzlich und sofort eintretende Schäden. Schäden können jedoch auch langsam, mit der Zeit entstehen. Z.B. könnte es sein, dass eine Wasserleitung nicht richtig verschlossen ist, und über das mit der Zeit austretende Wasser eine Wand in meiner Mietwohnung beschädigt wird. Wenn Allmählichkeitsschäden eingeschlossen sind, dann zahlt in diesen Fällen die Haftpflichtversicherung.

Computer und Internetnutzung: In der heutigen Zeit kann es leicht passieren, dass man z.B. einem bekannten eine Datei gibt, die mit einem Virus verseucht ist. Falls dadurch ein Schaden entsteht sollte die Haftpflichtversicherung leisten.

Häusliche Abwässer:  Schäden durch häusliche Abwässer entstehen z.B. durch geplatzte Waschmaschinenschläuche. Diese Schäden sollten in der Versicherung inkludiert sein.

Hüten fremder Hunde und Pferde: Auch hier sollte der Schutz mindestens 3 Mio. € betragen. Der Schutz greift beispielsweise, wenn man auf den Hund eines Freundes kurzzeitig aufpassen soll.

Gewässergefährdende Substanzen: Viele Produkte in unserem Haushalt sind sehr schädlich, wenn sie in das Grundwasser gelangen. Hierzu gehören z.B. Farben oder Lösungsmittel, die in der Garage / Keller lagern. Laufen diese Mittel aus, kann ein sehr hoher Schaden entstehen.

Mietsachschäden:  Dies ist eine der wichtigsten Klauseln, die mit abgedeckt werden sollte. Als Mieter in einer Wohnung – auch in einer Ferienwohnung – können sehr leicht Schäden entstehenden. Die Stiftung Warentest empfiehlt hier einen Schutz bis mindestens 300.000 €.

Schutz im Ausland: Auch wenn man Deutschland verlässt (beruflich oder als Urlaub) sollte der Versicherungsschutz weiterlaufen.

Vorsorgeversicherung: Beinhaltet die Haftpflichtversicherung eine Vorsorgeversicherung, so zahlt die Haftpflichtversicherung auch für Schaden an Risiken, die erst nach Abschluss des Vertrages entstanden sind. Dies ist z.B. der Fall, wenn man ein Haus nach Abschluss der Privathaftpflichtversicherung kauft, und noch keine eigenständige Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung hat. Die Stiftung Warentest empfiehlt einen pauschalen Schutz von mindestens 3 Mio. €, und 50.000€ für Vermögensschäden.

Fast alle Versicherer konnten im letzten Test von Stiftung Warentest / Finanztest  Tarife anbieten, die diesen Grundschutz erfüllen.

Weitere wichtige Klauseln:

Neben dem Grundschutz, den die Stiftung Warentest empfiehlt, gibt es ein paar weitere Klauseln, die wir unbedingt empfehlenswert finden.

Forderungsausfalldeckung:  Wenn Ihnen jemand einen Schaden zufügt, und nicht die finanziellen Mittel hat, um Ihnen den Schaden zu ersetzen, dann würden Sie im Normalfall auf Ihrem Schaden sitzen bleiben. Haben Sie jedoch eine Haftpflichtversicherung mit Forderungsausfalldeckung, dann ersetzt Ihnen Ihre eigene Haftpflichtversicherung den Schaden, der Ihnen entstanden ist. Es gibt hierbei allerdings ein paar Ausnahmen zu beachten, die in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung definiert sind (z.B. muss der Schaden mindestens 2.500 € betragen).

Gefälligkeitshandlungen: Wer einem Freund oder Bekannten einen Gefallen erfüllt, und dabei einen Schaden verursacht, ist in einer verzwickten Situation. Nach deutschem Recht, ist man nämlich nicht verpflichtet seinem Freund den Schaden zu ersetzen, wenn man einen Gefallen erledigt hat (das ist ein Sonderfall im Recht). Aus diesem Grund leistet im Normalfall auch nicht die Haftpflichtversicherung. Moralisch fühlt man sich seinem Freund gegenüber aber verpflichtet den Schaden zu ersetzen. Als Beispiel: Man wäscht für einen Freund die Wäsche etwas zu heiß, und diese geht ein. Nur wenn man in diesem Fall Gefälligkeitshandlungen explizit in der Haftpflichtversicherung eingeschlossen hat, ersetzt die Versicherung auch den entstandenen Schaden.

Verlust fremder Schlüssel: Sich aus der Mietwohnung ausschließen, weil man den Schlüssel verliert kann leicht passieren. Auch den Büroschlüssel könnte man leicht verlieren. Für diese Fälle sollte der Verlust von Schlüsseln mit abgedeckt werden. Wir empfehlen hierbei eine Haftung von mindestens 10.000 €.

Ehrenamtliche Tätigkeiten: Viele Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit sozial oder ehrenamtlich. Nur wenn ehrenamtliche Tätigkeiten explizit in den Versicherungsbedingungen eingeschlossen sind, leistet hier die Haftpflichtversicherung.

Was kostet eine Haftpflichtversicherung?

Die Haftpflichtversicherung hat sicherlich das beste Preis-Leistungsverhältnis aller Versicherungen. Guten Schutz gibt es oft schon für unter 50€. Am günstigsten sind hierbei n der der Regel Versicherungen, die man direkt online abschließen kann. In jedem Fall sollte man vorab einen umfassenden Versicherungsvergleich durchführen.

Singleversicherung und Familienversicherung

Wenn mehr als eine Person zusammen leben (eheähnlich oder verheiratet), dann lohnt es sich eine Familienversicherung abzuschließen. Diese kostet meist nur ein paar Euro mehr als die Single-Versicherung, bietet aber Schutz für alle Mitglieder in der Familie (oder eheähnlichen Gemeinschaft). Wichtig ist hierbei nur, dass bei eheähnlichen Gemeinschaften alle Personen den gleichen Erstwohnsitz haben.

Aber Vorsicht: Wenn sich Familienmitglieder untereinander einen Schaden zufügen, dann zahlt die Haftpflichtversicherung nicht.

Mitversicherung von Kindern

Kinder sind generell bis zum 18. Lebensjahr bei den Eltern mitversichert, wenn diese einen Familientarif abgeschlossen haben. Nach der Volljährigkeit besteht der Versicherungsschutz weiter, wenn sich die Kinder in Ausbildung oder Studium befinden. Dies gilt aber nur, wenn es zwischen Schule und Ausbildung / Studium keine Unterbrechung gibt. Machen die Kinder nach dem Abitur also erst einmal eine Weltreise, und fangen später an zu studieren, erlischt der Versicherungsschutz.

Haftung bei Kindern und Demenzkranken

Der berühmte Satz „Eltern haften für Ihre Kinder“ gilt nur begrenzt. Kinder unter 7 Jahre sind nämlich generell nicht schuldfähig. Und im Straßenverkehr gelten Kinder sogar bis zum 10. Lebensjahr als nicht schuldfähig. Das heißt, dass in diesen Fällen – unter der Voraussetzung, dass die Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben – die Versicherung für durch Kinder verursachte Schäden nicht zahlt. Der Geschädigte bleibt also auf seinem Schaden sitzen.

Moralisch fühlen sich Eltern natürlich oft trotzdem zum Begleichen der Schäden verpflichtet. Hierfür kann man die Klausel „Versicherungsleistung bei Deliktunfähigkeit von Kindern“ mit abschließen. In diesem Fall zahlt die Haftpflichtversicherung sogar bei Schäden, die von nicht schuldfähigen Kindern verursacht wurden.

Anders ist die Situation bei Demenzkranken. Demenz gilt nämlich nicht als Gefahrenerhöhung. D.h. unabhängig davon, ob der Demenzkranke für sein Tun verantwortlich gemacht werden kann, gilt der Schutz der Haftpflichtversicherung weiter.  Die Regel ist dabei: Kann der Demenzkranke nicht verantwortlich gemacht werden, geht der Geschädigte leer aus. Andernfalls zahlt die Haftpflichtversicherung für den Schadenersatz.

Bieten alte Verträge noch ausreichend Schutz?

Haftpflichtversicherungen, die schon vor mehreren Jahren abgeschlossen wurden, sollte man überprüfen. Oft ist der Schutz nach heutigen Standards nicht mehr ausreichend. Nicht nur könnte die Versicherungssumme mittlerweile zu gering sein (denn es findet keine Inflationsanpassung statt). Häufig finden sich auch wichtige Produktmerkmale, die heute zum Grundschutz gehören nicht in den Versicherungsbedingungen. Man sollte daher zumindest alle 5 Jahre prüfen, oder Versicherungsschutz noch ausreichend ist. Einen angenehmen Nebeneffekt hat das auch noch: Haftpflichtversicherungen sind in den letzten Jahren günstiger geworden. Meist kann man also noch sparen, wenn man einen aktuellen Vergleich durchführt.

Was tun bei Schäden?

Wenn tatsächlich ein Schaden eintritt, gibt es keinen Grund zur Panik. Zunächst sollte man schauen, dass der Schaden so gering wie möglich bleibt. Und auf keinen Fall sollte man ein Schuldeingeständnis o.Ä. unterschreiben.

Man muss dann unverzüglich den Versicherer über den entstandenen Schaden informieren – spätestens muss die Schadensmeldung nach einer Woche erfolgen. Der Versicherer wird dann prüfen, ob der Schaden berechtigt ist, und gegebenenfalls Ihnen eine Erstattung des Schadens zahlen. Zahlen Sie deshalb auf keinen Fall auf eigene Rechnung Schadenersatz bevor Sie eine Rückmeldung von Ihrem Versicherer erhalten haben.  Es könnte sonst sein, dass Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben.

Informieren Sie Ihren Versicherer auch unbedingt unverzüglich über Mahnbescheide oder sonstige Folgekosten. Der Haftpflichtversicherer wir alle Schäden prüfen, und gegebenenfalls für Sie Widerspruch oder rechtliche Schritte einleiten, um den Schaden zu minimieren.

Wie kann ich die Haftpflichtversicherung kündigen?

Ordentliche Kündigung: Eine Haftpflichtversicherung läuft immer mindestens ein Jahr lang (je nach Vertrag auch länger), und verlängert sich dann nach Ablauf der ursprünglichen Vertragslaufzeit jährlich. Wenn man dies nicht will, kann man die Versicherung immer mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres kündigen.

Außerordentliche Kündigung: Es gibt zwei Möglichkeiten die Versicherung außerordentlich zu kündigen. Zum einen kann man die Versicherung kündigen, wenn es eine Beitragserhöhung ohne gleichzeitige Erhöhung der Leistungen gibt. Zweitens kann man die Versicherung nach einem Schadenfall außerordentlich kündigen. Hierfür hat man in beiden Fällen einen Monat Zeit (d.h. einen Monat nach Bekanntgabe der Preiserhöhung, und einen Monat nach Eintritt des Schadens).